M-L ganz praktisch

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26.03.2019

Sputniknews:

"Warum Russland nicht mehr als „Rohstoffanhängsel” gilt

Laut dem Generalsekretär des World Energy Council, Christopher Frey, wird Russland eine Energie-Supermacht bleiben, ungeachtet der Richtung, in welche sich die globale Energiewirtschaft entwickelt. ..." (sputniknews)

Das lassen wir mal Lenin kommentieren: "Die monopolistische Beherrschung der wichtigsten Rohstoffquellen hat die Macht des Großkapitals ungeheuer gesteigert und den Gegensatz zwischen der kartellierten und nichtkartellierten Industrie verschärft. "(23, 304)
"Diese Beobachtung muß man dahin erweitern, daß die Rohstoffindustrie nicht nur hinsichtlich Einkommensbildung und Rentabilität durch die bisherige Kartellbildung zuungunsten der weiterverarbeitenden Industrie Vorteile erzielt, sondern daß sie über diese ein bei freier Konkurrenz nicht gekanntes Herrschaf tsverhältnis gewonnen hat."(Lenin zitiert Kestner, 22, 211, Hervorhebungen hier)


 

Sputniknews:
"Militante Palästinenser feuern zahlreiche Raketen auf Israel ab
Nach israelischen Luftangriffen im Gazastreifen haben militante Palästinenser am Montagabend zahlreiche Raketen ins israelische Grenzgebiet gefeuert."

Kommentar: Aha! Die um ihre Rechte und Freiheiten kämpfenden einheimischen, ureinwohnenden Palestinenser sind jetzt die "militanten Palestinenser" und lapidar führte zuvor Israel "Luftangriffe" durch. Zur Erinnerung: Israel wurde auf dem Territorium Palestinas (das durch das britische Imperium besetzt war) gegründet und den Palestinensern wurde damals volle Erhaltung ihrer Rechte zugesagt.
Erinnert Euch an die Annäherung von RF und Israel in den letzten Jahren.
Das ist ein praktisches Beispiel für die Medien als Teil des herrschaftssichernen politischen Überbaus über die (kapitalistische) Basis der Produktionsverhältnisse. Exakt wie an den Bildungsabenden gelernt.

1.04.2019

praktisches Beispiel für materialistisches, dialektisches Denken:

... "deutscher Imperialismus als dem Bestimmenden in der EU" (?)
... verkennend den Charakter des "Imperialismus" als Verschmelzung von Industrie- und Bankkapital einerseits und andererseits verkennend den Charakter des Imperialismus als Staatsmonopolisitischen Kapitalismus, in dem sämtliche staatlichen Organe mit Industrie- und Bankkapital verschmelzen. Deswegen können wieder NATO noch EU richtig, also klassenmäßig eingeordnet werden und wer so bewertet, stolpert immer wieder über seine eigenen Beine.

"Insofern also unsere eigene Bourgeoisie* sich 1) sowohl an der schändlichen NATO/US-Politik beteiligt (Beispiel: Imperialistische Einkreisung Russlands), als auch 2) zukünftig womöglich den Grundstein für die Umsetzung der wirtschaftlichen Macht Deutschlands in eine globale oder zumindest kontinental potente Militärmacht (mit dem Ziel, relativ eigenständig handeln zu können) legen wird, muss sich unser praktischer Kampf natürlich in erster Linie gegen sie wenden." (http://blog.unsere-zeit.de/?p=28)

"beteiligt sich" bedeutet NATO ist das Primäre, Grundlegende und Bourgeoisie als sekundäre Folge beteiligt sich. Das ist falsch, denn eine Existenzform des Kapitalismus ist Aggressivität in allen Bereichen. Kapitalismus bringt Militarismus und NATO hervor. NATO ist  militärische Machtausübung des staatsmonopolistischen Kapitalismus. EU ist politökonomische Machtausübung des staatsmonopolistischen Kapitalismus.
Klassenmäßig bewertet ist obiges Zitat idealistisch, weil darin die Bourgeoisie einer Idee folgt und nicht die Idee hervorbringt.

* gar nicht so nebenbei die Anmerkung: Man lasse sich den Begriff "unsere eigene Bourgeoisie" setzen und erkenne dessen zutiefst nationalistischen Charakter. Er negiert, dass das Proletariat, die Arbeiterklasse kein Vaterland hat. Er negiert, dass das Proletariat nichts mit der Bourgeoisie verbindet außer dem antagonistischen (unauflöslichen) Klassenwiderspruch. Außerdem ist "unsere eigene" ein rhetorisches Stilmittel, das unnötigerweise sinngleiche Worte aneinanderreiht (Pleonasmus). Ergo: typisch sozialdemokratisches Geprassel.

 


8.05.2019

Dimitroff 1941: "Wir billigen die deutsche Expansion auf dem Balkan nicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir vom Pakt mit Deutschland abgehen und uns auf die Seite Englands schlagen. Die Leute von uns, die so denken, ... denken, man müsse sich entweder auf die eine oder auf die andere imperialistische Gruppierung orientieren, aber das ist grundfalsch."
Hier ging es um den Nichtangriffspakt und die Sowjetunion. Aber die Schlussfolgerung (hier hervorgehoben) hat fundamentale Allgemeingültigkeit. Danach ist für Kommunisten zwingend nötig, klar imperialistische Staaten als solche zu erkennen und ebenso zwingend die Klassensituation jeweils zu erkennen. Dimitroff untersetzte das mit gerechten/ungerechten Kriegen: Kriege von Imperialisten untereinander sind stets ungerecht, Volksbefreiungskriege stets gerecht.
Eine kommunistische Partei, die das zu erkennen unterlässt oder gar verkennt, wird ihrer Rolle nicht gerecht. D.h. für uns, immer und überall genau diese Klassen-Einschätzungen richtig zu betonen - auch gegen verbreitete Auffassungen.

 


8.05.2019

Ich lach mich krank: sputniknews "Ein deutsches Startup schießt 2021 einen Rover auf den Mond und installiert dort auch das erste 4G-Netz." Aus dem Portemonaie bezahlt oder hat's die Oma vorgeschossen?

 


13.05.2019

ein Schelm der dabei an die USA-Finanzoligarchen denkt:

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2019/05/12/venezuela-hat-die-groessten-oelreserven-der-welt/

"Venezuela verfügt über die größten Ölreserven der Welt
Venezuela verfügt über die größten bekannten Rohöl-Reserven der Welt. Doch vom Ölpreisanstieg kann das Land wirtschaftlich nicht profitieren."

 


02.07.2019

Ähhhhm, welche Produktmarke gehört doch gleich zu welchem Staat?? Welche Interessen verfolgen Imperien?? Deutsche, Italienische, Französische, ...... Interessen oder die von Imperien des Finanzkapitals (Lenin), die von Natur aus jeden nationalen Rahmen sprengen. Das wiederum hat Folgen für den Prozess 'internationales Kräfteverhältnis' und dessen Beurteilung, ist konkreter Ausdruck und Beweis des "Gesetzes der ungleichmäßigen Entwicklung des Imperialismus" (Lenin) und Ursache für Kriegsgelüste nach dem Motto "und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt" (Goethe, Erlkönig) Ursache und Wirkung sind auch hier objektiv, d.h. unabhängig davon, ob sie erkannt werden. Allerdings ist die Erkenntnis durch den Menschen sehhhhr subjektiv. Dazu muss man dann nämlich das abstrahierte Wesen des Imperialismus verstehen. Eigentlich gar nicht so schwer, hat Lenin es doch meisterlich erklärt.

Im Imperialismus als die höchste und letzte Stufe der Entwicklung des Kapitalismus verweben sich Finanziers (Bankkapital), Wirtschaftsmanagement, Eigentümer (Industriekapital), Politiker in den stärksten Industrie- und Finanzstrukturen zu einem untrennbaren, verschmolzenen Finanzkapital, deren Vertreter Finnanzoligarchen genannt werden. Daneben gibt es mittlere und Kleinunternehmen, die samt und sonders am Gängelband der Großen hängen und vollständig von denen beherrscht werden. Imperialistisches Finanzkapital sprengt nationale Grenzen und beherrscht die gesamten Ketten von der Rohstoffgewinnung bis zu den Endprodukten und bis zum Zwang an den Kunden, diese zu kaufen. (d.h. der sog. Märkte) Es gibt im Imperialismus keine Marktwirtschaft mehr, sondern ausschließlich die Diktatur des Finanzkapitals. Auch die Politik wird vollständig vom Finanzkapital beherrscht. Der Imperialismus hatte sich bis um das Jahr 1900 herausgebildet.

Zur Wiederholung: Eine kommunistische Partei, die das zu erkennen unterlässt oder gar verkennt, wird ihrer Rolle nicht gerecht. D.h. für uns, immer und überall genau diese Imperialismus-Einschätzungen richtig zu betonen - auch gegen verbreitete Auffassungen.

Konkretes Beispiel:
"Die Guppe AvtoVAZ gehört zur Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi und stellt Personenkraftwagen der Markenreihen Lada, Renault, Nissan und Datsun her." (Sputniknews, 2.7.19)

Zum Üben: Zu welchem Staat gehören Opel, Volvo, FIAT, Austin, Vauxhall, Mini - oder etwa doch nicht Staaten, sondern imperialistischen Finanzkapitalisten?

 


15.07.19

Liest man jetzt (15.07.2019) die DWN, bekommt man ein praktisches Bild von der praktischen Erscheinung der allgemeinen Krise des Kapitalismus. Die ist die Niedergangsphase des Kapitalismus, die einhergeht mit äußerst brutal geführtem Hauen und Stechen um ... Rohstoffe, Handelswege, Märkte, Arbeitskräfte.

Ein paar Zeilen:

  • „Spätrömische Dekadenz“, "Weik und Friedrich: „Alle reden vom Klima, während die deutsche Wirtschaft auf die Rezession zusteuert“" Um den Preis des allseitigen Untergangs soll also die deutsche Wirtschaft erhalten werden!
  • "Deutsche Schiffe stehen alle auf "Weißer Liste"", "Damit unsere Schiffe im Krisenfall die Versorgung des Landes aufrechterhalten können" - in welchem Krisenfall?
  • "China militarisiert das Südchinesische Meer, um Handelswege zu sichern" Handelswege!
  • "Einmarsch in Syrien?", "Türkei erhält erste S 400-Systeme, verstärkt Truppen an Südgrenze", "Die russischen Luftabwehrraketen der Klasse S-400 sollen die türkischen Truppen offenbar im Verlauf einer anstehenden Offensive in Syrien schützen." Wie jetzt - türkische Offensive unter russischem Schutz in Syrien?? Damit bestätigt sich, dass sich Kommunisten und die Arbeiterklasse auf keine Seite rivalisierender Kapitalisten-Imperialisten stellen dürfen. Mit der 'gängigen' Sichtweise wird der Klassencharakter des Krieges in Syrien vernebelt. Es geht um Öl und Handelswege.

 

21.07.19

DWN: "Regierungen sollen umgangen werden ...Die UN arbeiten an der Weltherrschaft der Konzerne"

Nochmal zur Wiederholung: Das ist das Wesen imperialistischer Monopole! Dass das politische Instrument UN zu dessen Zwecken eingesetzt wird - darüber wundern sich nur Dummis. Da ja auch so oft auf der UN herumgepocht wird: Sie wurde genau zu diesem Zweck geschaffen. Von??? Richtig: Den USA. Der Völkerbund war ebenfalls eine Erfindung der Kapitalisten und nicht etwa der Völker. Zu Beginn (!) des Zweiten Weltkriegs wurde der schnell zur UN umgemünzt. Und zwar mit der Festlegung, dass die USA die Hauptsiegermacht im Zweiten Weltkrieg werden wird. ... und damit ab sofort besondere Privilegien hat. Da hatten die USA noch nichtmal den Plan, militärisch einzugreifen. Denen ging es ja auch um die Vernichtung Deutschlands als Konkurrenten und der Sowjetunion als ihren Einflussbereich einschränkenden sozialisitschen Staat. Schmankerl ist, dass die USA UN mit "vereinigten Nationen" und im Deutschen mit "vereinten Nationen" übersetzt wird. Der Unterschied liegt (nach Rücksprache meinerseits mit der Gesellschaft für Deutsche Sprache) in "zwangsweise zusammengeführt" und "sich vereinigenden".


 

13.08.19

ein weiteres Beispiel für die Leninschen Merkmale des Imperialismus ganz praktisch
sputniknews:

"Kampf der russischen Gasriesen: Nowatek wird zum Hauptkonkurrenten für Gazprom in Europa
Der russische Flüssigerdgaslieferant Nowatek wird zum ernsthaften Konkurrenten des staatlichen[*] Gasriesen Gazprom auf dem europäischen Markt."
Wir erinnern uns an Lenins Erkenntnis:
I. Konzentration der Produktion und Monopole, Streben nach Monopolprofit
II. Die Banken und ihre neue Rolle, streben nach günstigsten Kapitalanlage, also der  Kapitalverwertung
III. Finanzkapital und Finanzoligarchie
IV. Der Kapitalexport gewinnt gegenüber Warenexport
V. Die ökonomische Aufteilung der Welt unter die Kapitalistenverbände (beherrschende Monopolgruppen)
VI. Die territoriale Aufteilung der Welt unter die Großmächte
 (Kolonien)
(Hervorhebung I., V., VI. hier, weil besonders zutreffend)

* wessen Staat?

"Das Monopol ist das letzte Wort der „jüngsten Entwicklung des Kapitalismus"." (LW 22, S. 214)

Und wieder ist die Praxis das Kriterium der Wahrheit. Da kann mancher sich manches anders wünschen - die objektiven Gesetze der politischen Ökonomie machen um den russischen Imperialismus keinen Bogen.


 

18.08.2019

DWN: "Im September startet die EZB ihre neuen Bankenhilfen - was heißt das?" DWN soll doch nicht dumm tun! Das heißt Staatsmonopolistischer Kapitalismus, Extraprofitmacherei, ...

"Denn einerseits verfügen über die Milliardeneinlagen der Sparkassen in Wirklichkeit zu guter Letzt ein und dieselben Magnaten des Bankkapitals; und anderseits ist ein Staatsmonopol in der kapitalistischen Gesellschaft lediglich ein Mittel zur Erhöhung und Sicherung der Einkünfte für Millionäre aus diesem oder jenem Industriezweig, die dem Bankrott nahe sind." (LW 21, S. 221)


 

25.08.2019

DWN meldet: "Die deutsche Rüstungsindustrie ist längst nicht so gefährlich wie ihr Ruf "

Abgesehen von der Verniedlichung wirft die 'Mitteilung' allerdings Frage auf, ob es denn eine ungefährliche Rüstungsindustrie gibt und welche denn die größten Rüstungshersteller/-exporteure sind.


und:

"Polen attackieren deutsche Investoren

Das polnische Damokles-Schwert über den deutschen Einzelhändlern". (Die Illustration für die "Einzelhändler" war übrigens das LIDL-Logo.) Marxisten nennen das "Kapitalexport" und "ungleichmäßige Entwicklung des Imperialismus".

Kapital suchst zwangsläufig günstigste Anlagemöglichkeiten. Dadurch kommt es zu dauernden Verschiebungen wirtschalftlicher Kräfteverhältnisse - ungleichmäßige Entwicklung des Imperialismus - und infolge dessen zu politischen Machtkämpfen, wie Nationalismus, Chauvinismus, militärische und außenpolitische Aggressivität, Bündnisse und deren Zerfall - je nachdem, wie es die politisch-ökonomische Lage es gerade erfordert.


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