Kultur

  • Lush Banksy. / the euskadi 11 (CC BY-SA 2.0 cropped)

    Lush Banksy. / the euskadi 11 (CC BY-SA 2.0 cropped)

Beiträge zu ureigensten künstlerischen und sonstigen Lebensweisen des Proletariats

  • Moral der Kommunisten

    Vorbemerkung

    "Proletkult" ist nicht etwa ein bürgerliches Kult-Unwort. Es ist die Abkürzung von "proletarischer Kultur". Kultur ist die Gesamtheit der Lebensweise. Proletkult hat mit ihren Erscheinungen in allen Lebensbereichen viele Facetten. In ihr gibt es sozialistischen Städtebau, Theater, Literatur, Filmkunst und bildende Kunst, Wertekanon, Mode, proletarische Moral und Umgangsformen. Kultur ist Klassenkultur. Wir leben heute in einer Gesellschaft, die von antagonistischen Klassenverhältnissen - sprich von Konkurrenz und Profitmacherei geprägt ist. Dem sind auch Künstler, die ihren Lebensunterhalt mit ihrer Kunst erwerben, unterworfen. Dem sind auch die alltäglichen Umgangsformen der Menschen unterworfen. So können wir heute uns kaum vorstellen, wie unendlich reichhaltig die Entfaltung der Menschen ist, sind die Klassengesellschaften überwunden.

    Das Proletariat hat seine eigene Lebenswelt und damit auch seine eigene Kultur. Proletkult bildet sich somit mit der Klasse des Proletariats heraus und entwickelt sich mit dem Proletariat auch bis zur Übergangsgesellschaft Sozialismus. Diese eigenständigen Strömungen, Denkweisen, "Schulen" sind erkennbar und sie unterscheiden sich erfrischend von bürgerlicher oder gar feudaler Kultur. Proletkult ist selbständg und Quelle jeder entwickelten Kultur.

    Künstler sind damit immer, ob gewollt oder nicht, Träger von Klassenkultur. Kommunisten verbreiten die wissenschftliche Weltanschauung - auch in allen Lebensbereichen von Moral bis Kunst.

    Kampfmoral ist Klassenmoral

    Über einer antagonistischen Basis kann sich keine für alle Menschen gleiche, einheitliche und allgemeingültige Moral erheben. Wie die kapitalistische Gesellschaft sich in Klassengegensätzen bewegt, so ist die Moral stets eine Klassenmoral. Entweder rechtfertigt sie die Herrschaft und die Interessen der herrschenden Klasse, oder aber sie vertritt die Empörung gegen diese Herrschaft und die Zukunftsinteressen der Unterdrückten. Darum lehnt der Marxismus-Leninismus den von idealistischen Vertretern propagierten klassenlosen Begriff ab. „Wir sagen, dass das ein Betrug ist, dass das ein Schwindel ist, eine Verkleisterung der Hirne der Arbeiter und Bauern im Interesse der Gutsbesitzer und Kapitalisten.“ (Lenin, LW 31, 281) Nach den Prinzipien der bürgerlichen Moral sind die Überführung des kapitalistischen Privateigentums in die Hände des werktätigen Volkes und die Beseitigung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen unmoralisch. Vom Standpunkt der Arbeiterklasse jedoch ist gerade die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen in höchstem Grade unmoralisch, unsittlich, weil sie den arbeitenden Menschen, der alle Werte hervorbringt, entehrt, entwürdigt, erniedrigt. In der Kampfmoral drücken sich die Bereitschaft und die Fähigkeit jedes Mitglieds und des Kollektivs aus, die moralischen Anliegen der Arbeiterklasse, ihre Werte im Klassenkampf zu verwirklichen.
    Quelle:Gruppenanleitungsheft der DKP

    „Die kapitalistische Gesellschaft ist mächtig, aber verletzlich. Die Stärke einer klassenkämpferischen Organisation gegenüber der organisierten Staatsgewalt liegt in der Disziplin ihrer Mitglieder. Einzeln ist der Arbeiter ohnmächtig; als Klasse – oder doch als relevante Teilmenge der Klasse, also in einer Massenaktion – ist er unschlagbar (...) Das heißt natürlich nicht, daß Disziplin erst im Augenblick der revolutionären Erhebung nötig würde und vorher bloß „eingeübt“ werden müßte. Vielmehr ist gerade in den langen Perioden der kleinen, schrittweisen Auseinandersetzungen innerhalb der bürgerlichen
    Gesellschaft die Disziplin die logische Voraussetzung dafür, dass die Vermittlung der individuellen Bewußtseinsund Erfahrungsgehalte zum Klassenbewußtsein gelingen kann. Wenn nämlich die organisierte politische Aktivität der Ort ist, an dem die historische Wahrheit des Klassenbewußtseins sich konstituiert, dann ist der Verzicht auf spontane, isolierte Aktionen, die Rückbeziehung auf die Totalität des strategischen Plans und die Bereitschaft zu entsagungsvollem Einsatz, auch im Kleinen, in der Detailarbeit die individuelle Seite der Allgemeinheit des Kollektivs. In dieser Disziplin, die sich der einzelne auferlegt,
    bildet sich die formelle Gestalt des Klassenbewußtseins, wie der materielle Gehalt aus den individuellen Erfahrungen und ihrer theoretischen Verarbeitung entspringt.“
    Quelle: Hans Heinz Holz, Kommunisten heute – Die Partei und ihre Weltanschauung

    Zur Kultur des Umgangs untereinander in der Partei
    Dazu gehört natürlich neben einem gesunden Parteienverständnis das Parteienverständnis als Kommunistische Partei. Und das betrifft das Wesen des Kommunist-Seins. Also ist das Wesen des Kommunisten, dass er Marxist-Leninist ist, da das Wissen die wissenschaftliche Weltanschauung, der Marxismus-Leninismus, ist und der Kommunist sie verbreitet. Aber so weit, so gut. Das was von den meisten Genossen, auch in unser Partei verkannt wird, ist dieses Wesen. Für die meisten ist das ein Wort in einem Satz, der das Ganze rund macht. Jedoch was ist das Konzept oder die Konzeption dieses Begriffes?

    Es ist unser Wesen
    Unser Wesen ist die Summe dessen was uns ausmacht, uns charakterisiert, die Summe unserer Vorstellungen, Werte und auch Normen die wir (und nur wir) uns setzen. Diese nicht zu kennen, verkennt auch folglich die Bedeutung vom Wesen.
    Also ohne die Kenntnis unserer Kampfmoral, nämlich einer durch und durch kommunistischen Moral, die ihre Wurzeln in der Moral hat, die sich das Proletariat erarbeitet und entwickelt hat, ist es sehr schwer weiter darüber zu reden.
    "...das Leben der Partei bestimmt wird durch Kollektivität des Handelns bei gleichzeitiger persönlicher Verantwortung des einzelnen, durch Kameradschaft, Vertrauen und gegenseitige Hilfe, Kritik und Selbstkritik, Aufgeschlossenheit, hohe Klassenwachsamkeit und Moral."

    Kommunistische Kampfmoral verlangt
    Lenin lehrt als eine der wichtigsten Anforderungen an kommunistische Kampfmoral, zu lernen, zu lernen und nochmals zu lernen.

    Kommunistische Kampfmoral erfordert
    Kommunisten widersetzen sich den drängenden Einflüssen bürgerlicher Unmoral.
    Als ihre Werte verteidigen sie Disziplin, Gemeinschaftssinn, Solidarität, vorausschauende Umsicht, Lerneifer, proletarischen Internationalismus, proletarische Lebenskultur und Kunst.

  • 30 Jahre danach

  • November 1989

  • G. Köhn

  • Ihr wisst gar nichts von uns ...

    zum 70 Jahrestag der Gründung der DDR am 7. Oktober

    ... auch nach 30 Jahren nicht

    C-Rebell-um

  • Satire

    Manschmal drängt sich Satire auf. Dann kann man ersteinmal nur tierisch satirisch sein. Hier finden sich kleine und große Texte. Nicht immer kennen wir den oder die Verfasser. Erkennt sich jemand wieder und kann notatiell beglaubigt sich als Urheber ausweisen und wünscht zudem, genannt zu werden, werden wir das mit einem Kürzel tun.

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