KEIN VERGEBEN, KEIN VERGESSEN!

Adriana Elcira Rivas González. Die Chani kam als Sekretärin in das Verteidigungsministerium, nachdem sie Kurse in militärischen Nachrichtendiensten absolviert hatte, trat sie 1974 der  Nationale Direktion für Nachrichtendienste (DINA) bei, dort wurde sie Mitglied der gefürchteten „Brigade-Lautaro“. sie war kaum älter als 20 Jahre. Sie war die persönliche Sekretärin von Manuel Contreras, und erreichte den Grad eines Unteroffizier der Marine und erhält heute eine Rente und Leistungen als Angehörige der Streitkräfte.

1978 ließ sich Adriana Rivas in Australien nieder. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen in Australien sind zwischen 1994 und 2000 mehr als 400 ehemalige DINA, CNI und andere mit der Geheimpolizei von Pinochet in Verbindung stehende Personen in dieses Land eingereist. Australien erteilte allen ein dauerhaftes Visum und schlug eine Vereinbarung zwischen den beiden Regierungen vor.

2006 kehrte Adriana Rivas nach Chile zurück und wurde verhaftet wegen ihrer Beteiligung am Fall Conferencia, einer Operation der DINA gegen die Untergrund-Leitung der Kommunistischen Partei. Im Februar 2007 wurde sie als Mitglied der „Brigade-Lautaro“ im Todesfall politischen Führers Víctor Díaz für fast drei Monate eingesperrt. Als sie auf Bewährung freigelassen wurde, aber mit einem Hausarrest, floh sie über Argentinien nach Australien, wo sie sich heute befindet.

Ihre Nichte drehte kürzlich ein Dokumentarfilm, in dem sie herauszufinden versucht, was ihre Tante seit 1974 dazu veranlasst hat, DINA-Agentin zu werden, und warum sie den Einsatz von Folter mit politischen Gegnern ohne Scham rechtfertigt

In einem vom australischen Rundfunk SBS ausgestrahlten Interview verteidigte Adriana Rivas anlässlich des 40. Jahrestages des Militärputsches in Chile die Folter als Methode der Informationsgewinnung und betrachtete diese Jahre als die besten ihrer Jugend. In dem Interview gab Rivas an, dass Folter während der Diktatur "ein offenes Geheimnis" gewesen sei, und bezeichnete es als eine Technik, "die notwendig ist, um die Menschen zusammenzubringen".

Als sie nach dem Verbleib der mehr als 1.000 Inhaftierten-Verschwundenen gefragt wurde, antwortete sie, dass das etwas ist was nie bekannt sein wird: "Wenn er tot ist, ist er tot. Wo sind sie? Man weiß es nicht“

Sie ist derzeit in Australien, flüchtig vor der chilenischen Justiz. Bis heute.
KEIN VERGEBEN, KEIN VERGESSEN!
DAS SIND WIR UNSEREN GEMORDETEN KAMARADEN SCHULDIG!

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